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Herzlichen Glückwunsch: 150 Jahre Telefon

Ob für eine private Liebesbotschaft, für ein dienstliches Gespräch mit dem Chef oder für einen ausgiebigen Plausch mit der Freundin, das Telefon nutzt jeder mehr oder weniger regelmäßig für seine Zwecke. Am 26. Oktober feiert dieses Medium, das die Welt wie kaum ein anderes veränderte, seinen 150. Geburtstag – Zeit für einen kleinen Rückblick.

So fing alles an

Johann Philipp Reis ist der Erfinder des „Ur-Telefons“. Er präsentierte seine Erfindung erstmals am 26. Oktober 1861 der Physikalischen Gesellschaft in Frankfurt.
Damals ahnte er noch nicht, welch weit reichende Erfindung er mit seinem Vortrag „Über die Fortpflanzung von Tönen auf beliebige Entfernungen durch Vermittlung des galvanischen Stroms“ vorstellte. Mit einer Membran aus einer Hasenblase und einer Hörmuschel aus Holz erreichte die Zuhörer der erste Satz „Das Pferd frisst keinen Gurkensalat“. Antworten konnte man allerdings mit diesem Telefonmodell noch nicht. Leider konnte Reis die nötige Weiterentwicklung seiner Erfindung und den Erfolg nicht mehr selbst miterleben, er verstarb bereits mit 40 Jahren an Tuberkulose.

Bell macht das Telefon zur Erfolgsgeschichte

Graham Bell entwickelte in den 1870er Jahren einen Telefonapparat, der abwechselnd an Mund und Ohr gehalten wurde. Mit dieser Erfindung war schließlich der Grundstein für das Telefonie-Prinzip gelegt, das auch heute noch Anwendung findet.
Eines der ersten Fernsprechnetze in Deutschland entstand 1881 in Berlin, damals waren ganze 48 Teilnehmer angeschlossen. Die Beteiligten waren zudem nicht in der Lage, selbst andere Teilnehmer anzurufen, es war stets Handvermittlung gefragt. So entstand schon in diesen Jahren ein ganz neues Berufsbild: das Fräulein vom Amt.
Auch wenn das Telefon als Luxusgerät einzustufen war, so entwickelte es sich doch schnell zum Massenmedium, bereits 1910 gab es eine Million Teilnehmer in Deutschland.

Das Telefon gehört zum Alltag

Die Vorteile des Telefons waren und sind unumstritten. So ist es nicht verwunderlich, dass dieses Gerät einen Siegeszug antrat, der seinesgleichen suchte und sucht. Das Telefon war schnell kein Luxus mehr, sondern ein wichtiger Bestandteil des täglichen Lebens.
Das Telefon tauchte immer öfter im Film auf und wurde sogar besungen: „Long Distance Oparator“ von Bob Dylan oder „I just called to say I love you“ sind nur zwei Beispiele. Marlene Dietrich wird nachgesagt, dass sie gar nicht genug vom Telefon bekommen konnte. Ihre Monatsrechnungen sollen meist über 15000 D-Mark gelegen haben.

Rasante Entwicklung

Das „Fräulein vom Amt“ ist schon lange verschwunden und jeder kann eine weltweite Verbindung problemlos selbst herstellen. Und dennoch ist das Telefon in seiner Urform bedroht. Die mobile Konkurrenz droht dem klassischen Festnetztelefon den Rang abzulaufen, zumal Zusatzdienste wie SMS, MMS und Internet Mehrwerte bringen, die das klassische Telefon nicht bieten kann.
War das Telefonieren bis vor rund 20 Jahren eine durchaus teure Angelegenheit, wurde es in den 90er Jahren stetig preiswerter und in den letzten Jahren durch praktische Flatrates geradezu billig im Preis. Und das gilt für das konventionelle Festnetztelefon genauso wie für den Mobilfunkbereich.

-Daniel D. Eppe-

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10. November 2011 Posted by | Uncategorized | , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar