Onlinetexte's Blog

Das Beste aus unserem Online-Shop

Warum haben wir eigentlich so viele Probleme mit den Weisheitszähnen?

Warum haben wir eigentlich so viele Probleme mit den Weisheitszähnen?

Warum haben wir eigentlich so viele Probleme mit den Weisheitszähnen?

Meistens geschieht es schon in jungen Jahren, seltener im fortgeschrittenen Alter: Die Weisheitszähne werden gezogen. Es gibt kaum einen Menschen in unseren Breitengraden, der sein ganzes Leben all seine „Achter“ behält. Die Gründe sind in der Regel zu wenig Platz, weshalb die Weisheitszähne ganz anders wachsen, als sie sollen. Zu wenig Platz bedeutet oft auch, dass sie erst gar nicht durchbrechen. Entzündungen und schwerer Kariesbefall sind dann der Auslöser für die Entfernung der Weisheitszähne. Aber warum ist das eigentlich so? Die Begründung ist in unserer Entwicklung zu finden.

Bei Ötzi war alles noch okay

Zu Ötzis Zeiten sah es in den Mündern der Menschen noch etwas anders aus. Insbesondere die Kieferknochen waren noch etwas großzügiger angelegt, sodass alle Zähne wirklich ausreichend Platz hatten. Im Laufe der letzten gut 5000 Jahre hingegen ist vor allem der Unterkiefer immer kleiner und schmaler geworden, immer weniger Platz für die Zähne war die Folge. Und die äußersten Zähne, eben die Weisheitszähne, hatten irgendwann keine Chance mehr auf ein normales Wachstum.
Was sich im Mund und Kieferbereich andeutet, erstreckt sich auf den ganzen Körper. Forscher haben herausgefunden, dass das gesamte Knochengerüst des Menschen in seiner Beschaffenheit abgenommen hat. Und zwar um stolze 15 Prozent. Auffällig ist dabei, dass sich bis zu Ötzis Zeiten das Knochengerüst schon einmal um den gleichen Prozentsatz reduziert hat, jedoch in einem Zeitraum von rund zwei Millionen Jahren.

Warum reduziert sich das Knochengerüst?

Ursache für diese Entwicklung ist der veränderte Alltag des Menschen, der vor allem in den letzten Jahrhunderten rasante Veränderungen mit sich brachte und uns immer weniger Kraft abverlangte. In der Steinzeit galt es noch täglich zu jagen und zu sammeln, beides bedeutete schwere körperliche Anstrengung, für die eine gewisse Ausrüstung an kräftigen Knochen und Muskeln unabdingbar war. Je kultivierter der Mensch und seine Nahrungserzeugung wurden, desto weniger anstrengend war auch der Alltag, Knochen und Muskeln bildeten sich zurück. Da es sich bei diesem Phänomen um eine ganzkörperliche Erscheinung handelt, sind auch die Kieferknochen betroffen. Sie nehmen an Größe und Umfang ab und bieten den Zähnen, die an Größe weniger eingebüßt haben, immer weniger Platz.

-Daniel D. Eppe-

Advertisements

20. September 2012 Posted by | Uncategorized | , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar